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21-jährig brach Horstmann am 2. Mai 1895 in Wuppertal auf. Seine Eltern waren alles andere als begeistert. Horstmanns Vorbild, ein Deutsch-Amerikaner, war auf seiner Tour in Kurdistan ermordet worden.


"Horstmann lebte allerdings auch nicht ganz ungefährlich", erzählt Lessing. In der Wüste New Mexikos musste er einen Wegelagerer aus Notwehr erschießen. Durch Cholera und Typhus geschwächt, legte er die Strecke von Indien nach Italien mit dem Schiff zurück. In Österreich musste er sich der Musterung fürs Militär unterziehen, wurde jedoch als wehruntauglich abgewiesen.


Die Wette, die der gelernte Schlosser abgeschlossen hatte, verlor er, berichtete Lessing. Holzmann wollte ohne einen Pfennig in der Tasche losfahren und nach zwei Jahren mit 5000 Mark wiederkommen. Er brauchte ein paar Monate länger. Dafür hatte er während seiner Tour sogar eine Audienz bei dem belgischen König Leopold II. bekommen.