Comic-Strips als Therapie: Eine in den USA erschienene Biografie outet den verstorbenen "Peanuts"-Schöpfer Charles M. Schulz als von Depressionen und Selbstzweifel gepeinigten Melancholiker, der seine Qualen in den Comics verarbeitet habe. Schulz' Familie protestiert.
Es war diese morbide Atmosphäre, die auch die nur vordergründig fröhlichen "Peanuts" oft umwaberte. Mit ihren lakonischen Philosophierereien und ihrem staubtrockenen Galgenhumor waren sie stets mehr als ein Comic für Kinder. In den kurzen Strips reflektierten sich die Nöte und Ängste von Generationen - und ein pessimistisches Weltbild: die existenziellen Enttäuschungen des Lebens, verkorkste Liebeleien, sportliche Erniedrigungen, die falschen Triumphe, der "große Kürbis", auf den man vergebens wartet.